Arbeit


Voraussetzungen

Bürger/innen aus der EU, Lichtenstein, Island, Norwegen oder der Schweiz:

Sie benötigen keine Arbeitserlaubnis, um in Deutschland arbeiten zu können.

 

Nicht-EU Bürger/innen:
Um in Deutschland arbeiten zu können, brauchen Sie ein Visum, das Ihnen erlaubt in Deutschland zu arbeiten. Eine erste Orientierung, ob Sie eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhalten, bekommen Sie beim Quick-Check und hier.

 

Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Neuseeland, USA
Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland oder den USA können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen. Wenn sie in Deutschland arbeiten möchten, müssen sie eine Aufenthaltserlaubnis vor Aufnahme der Beschäftigung beantragen.

 

Wie finde ich Arbeit?

Eine deutschlandweite Jobbörse mit Stellenangeboten aus den Engpassberufen finden Sie hier: Jobbörse - Make it in Germany.

Offene Arbeitsstellen, die Ihrem Profil entsprechen, gibt es – wenn Sie sich noch im Ausland befinden – bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV): ZAV

 

Als EU-Bürgerinnen und Bürger haben Sie die Möglichkeit auf das EURES-Portal der Europäischen Kommission zuzugreifen. Dort finden Sie Stellenangebote ]in Deutschland und weiteren 30 europäischen Ländern, Länderinformationen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Kontaktdaten der EURES-Berater. Des Weiteren können Sie ein eigenes Profil mit Ihrem Lebenslauf anlegen, auf das Arbeitgeber zugreifen können.

 

Wenn Sie bereits Ihren Wohnsitz in Deutschland haben, können Sie sich an die Bundesagentur für Arbeit (BA) vor Ort wenden: Bundesagentur für Arbeit. Hier können Sie auch bundesweit nach freien Stellen suchen: Jobbörse.

 

Viele Arbeitsstellen werden in regionalen Tageszeitungen angeboten, diese sind unter anderem: Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme. Die Stellenanzeigen stehen meistens in den Ausgaben am Mittwoch und am Samstag. Darüber hinaus können Sie sich auch über deutschlandweite Zeitungen, Stellenportale im Internet, sowie bei Unternehmen auf deren Internetseiten über Stellenangebote informieren. Dort finden Sie Stellenanzeigen oft unter den Begriffen „Jobs“ oder „Karriere“. Eine Internetplattform für Fachkräfte speziell in Sachsen-Anhalt ist Pfiff

 

 

Bewerben

Die Unternehmen erwarten eine schriftliche Bewerbung von Ihnen. Zeugnisse und andere wichtige Dokumente sollten in die deutsche Sprache übersetzt werden. Es kann sein, dass das Unternehmen beglaubigte Kopien Ihrer Unterlagen verlangt. Beglaubigungen erhalten Sie beim Bürgeramt / Rathaus.

Zu einer Bewerbung gehören:

  • Anschreiben (Brief)
  • Lebenslauf mit Foto und Unterschrift (in Form einer Tabelle oder als Text)
  • Zeugnisse, Referenzen, Arbeitsnachweise (ins Deutsche übersetzt)

Weitere Informationen zur Bewerbung:

- erhalten Sie bei Make it in Germany - Bewerbung

- Erstellung des Lebenslaufs finden Sie bei Europass

- Liste der verfügbaren Sprachen über Sprachlotsen

 

 

Anerkennung von Berufsqualifikationen in Deutschland

Für einige Berufe (sogenannte reglementierte Berufe wie z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer) ist es Voraussetzung, den Berufsabschluss anerkennen zu lassen, um arbeiten zu können. Ein reglementierter Beruf ist ein Beruf für dessen Zugang und Ausübung besondere Berufsqualifikationen erworben werden mussten. Hier finden Sie die Datenbank mit den reglementierten Berufen: Reglementierte Berufe.

 

Für nicht-reglementierte Berufe ist die Anerkennung keine Voraussetzung für die Berufsausübung, kann Ihrem Arbeitgeber jedoch Ihre Qualifikationen verständlicher machen. Deshalb empfiehlt sich eine Anerkennung der Berufsqualifikationen.

 

Informationen zur Anerkennung erhalten Sie bei Anerkennung in Deutschland. Beratung zur Anerkennung Ihres Abschlusses bekommen Sie bei der regionalen Anerkennungsberatung in Dessau und bei der Anerkennungsberatung im Landkreis Anhalt Bitterfeld. Hier bekommen Sie auch Beratung über Qualifizierungsmöglichkeiten, wenn Sie keine Vollanerkennung bekommen haben.

 

Das Anerkennungsverfahren ist in der Regel gebührenpflichtig.

 

Vorstellungsgespräch und Arbeitsvertrag

Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, dann sind Sie einen großen Schritt weiter. Das Vorstellungsgespräch bietet Ihnen und dem Unternehmen die Chance, sich kennen zu lernen. Auf ein Vorstellungsgespräch sollten Sie sich gut vorbereiten, informieren Sie sich im Internet, bei Make it in Germany-Bewerbung und schauen Sie sich Bewerbungsratgeber an.

 

Sie haben eine Stellenzusage bekommen, herzlichen Glückwunsch! Nun müssen Sie nur noch den Arbeitsvertrag, den Sie von Ihrem Arbeitgeber bekommen haben, unterschreiben. Mündliche Arbeitsverträge sind in Deutschland unüblich. Lesen Sie den Vertrag genau durch bevor Sie unterschreiben. Wenn Sie nicht alles verstehen, fragen Sie bei dem Personalverantwortlichen im Unternehmen nach. Weitere Informationen zum Arbeitsvertrag finden Sie bei Make it in Germany - Arbeitsvertrag.

 


Arbeitsrecht:

Arbeitszeit: Eine volle Arbeitsstelle umfasst ca. 40 Stunden pro Woche. Es ist auch möglich, in Teilzeit zu arbeiten. Die maximale Arbeitszeit pro Woche ist gesetzlich begrenzt. Gesetzlich zulässig ist die Arbeit an allen Werktagen der Woche (Montag bis Samstag) sowie Nacht- und Schichtarbeit. In vielen Bereichen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Gastronomie und in Verkehrsbetrieben, ist auch Arbeit an Sonn- und Feiertagen erlaubt.

 

Urlaub: Wer fünf Tage pro Woche arbeitet, hat einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 20 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

 

Krankheit: Wichtig ist, dass Sie Ihrem Unternehmen sofort melden, wenn Sie krank sind. Wenn Sie krank sind, zahlt Ihr Unternehmen sechs Wochen lang Ihr volles Gehalt. Danach bezahlt Ihre Krankenkasse einen gewissen Anteil. Näheres dazu erfahren Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.

 

Kündigung: Das Kündigungsverfahren ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Kündigungsfristen müssen sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer eingehalten werden.

 

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales - Arbeitsrecht.

 

Steuern und Sozialversicherung

Ihr Einkommen müssen Sie in Deutschland versteuern. Als Beschäftigte erhalten Sie von Ihrem Unternehmen den Nettobetrag Ihres Einkommens auf Ihr Konto überwiesen. Ihr Unternehmen hat dann bereits die gesetzliche Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung (Sozialversicherung) von Ihrem Gehalt abgezogen und direkt bezahlt. Außerdem sind Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer schon an das Finanzamt gegangen. Informationen zum Thema Steuern erhalten Sie bei den zuständigen Finanzämtern und dem Bundesministerium der Finanzen - Steuern.

Das System der sozialen Sicherung ist in Deutschland sehr gut ausgebaut. Als sozialversicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer sind Sie daher grundsätzlich gegen die größten Risiken, wie Krankheit, Arbeitsunfälle oder Arbeitslosigkeit, abgesichert. Für die Mitgliedschaft in den Sozialversicherungen (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung) zahlen Sie einen festen Prozentsatz von Ihrem Arbeitseinkommen. Ihr Arbeitgeber zahlt ebenfalls einen festen Anteil. Beide Anteile zur Sozialversicherung werden direkt von Ihrem Arbeitgeber an die Versicherungen überwiesen. Weitere Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei Make it in Germany - Sozialversicherung.

 

Steuer-Identifikationsnummer:

Jede Person, die in Deutschland gemeldet ist, bekommt eine 11-stellige Steuer-Identifikationsnummer. Diese benötigt man für alle Angelegenheiten in Bezug auf Steuern und Finanzamt. Neu aus dem Ausland zugezogene und in Deutschland gemeldete Personen erhalten ihre Nummer automatisch innerhalb von drei Monaten per Post.

 

Sozialversicherungsnummer:

Sie werden von ihrem Arbeitgeber bei der Sozialversicherung angemeldet. Von der Rentenversicherung erhalten Sie einen Brief mit Ihrer Sozialversicherungsnummer. Diesen Brief sollten Sie gut aufbewahren, da Sie die Nummer immer wieder vorzeigen müssen.

 

 

Der Wirtschaftsstandort Anhalt bietet:

- Günstige Lebens- und Arbeitsbedingungen
- Familienfreundliche Unternehmen
- Hervorragende Entwicklungsperspektiven für Fach- und Führungskräfte

Außerdem verfügt die Region über ein ausgezeichnetes Kinderbetreuungsnetz, um Ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.

 

Anhalt benötigt aufgrund der demografischen Entwicklungen Fachkräfte, besonders in folgenden Branchen:

- Gastronomie & Hotellerie
- Gesundheitswesen & Pflege
- Metall- & Elektro
- Lager & Logistik
- Landwirtschaft & Ernährung
- Pharma & Chemie